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Presonus AudioBox Test

(3.5 / 5 bei 3 Stimmen)

79,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 12. Dezember 2017 22:16
HerstellerPreSonus
Inputs2 x Combo
Sampling-Rate48 kHz
A/D-Wandler24 bit
AnschlussUSB

Wer ein USB Audio Interface sucht, das wirklich nur die Basic Funktionen bietet, der stößt häufig auf die Presonus AudioBox. Dieses Interface verfügt neben zwei Combo-Inputs über eine MIDI-Schnittstelle, eine 48 V Phantomspeisung und die Software Studio One 2 Artist. Die Sampling-Rate beträgt maximal 48 kHz, die Bandbreite der A/D-Wandlung liegt bei 24 bit. Insbesondere für Einsteiger im Homerecording Bereich scheint dieses USB Audio Interface perfekt geeignet. In unserem Testbericht zeigen wir, wie gut das Presonus AudioBox USB Audio Interface tatsächlich ist.


Gesamtbewertung

90%

"Gut"

Soundqualität
86%
Ausstattung
90%
Verarbeitung
92%
Preis / Leistung
92%

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Presonus AudioBox Audio Interface Test

Redaktionell getestet

Redaktionell getestet

Das Presonus AudioBox ist eines der günstigsten und einfachsten Audio Interfaces mit USB Anschluss, die es im Homerecording Bereich gibt. Für weniger als 100 € finden interessierte Nutzer mit diesem Einsteiger Interface ein solides Produkt, das unter anderem über zwei Combo-Inputs und eine MIDI-Schnittstelle verfügt. Die Phantomspeisung von 48 V kann per Knopfdruck zugeschaltet werden, daneben kann der Gain für beide Inputs separat festgelegt werden. Wer nur die absoluten Basics sucht, ist mit diesem Gerät also gut beraten – oder?

Im Vergleich zu den Konkurrenten Focusrite Scarlett 2i2 und Steinberg UR22 bleibt die Qualität der Aufnahmen bei diesem Modell etwas zurück – die beiden Konkurrenten liegen jedoch auch eine Preisklasse höher. Zusätzlich bietet das Presonus AudioBox Interface auch noch die Software Studio One 2 Artist. Wie gut funktioniert dieses Audio Interface in der Praxis und für welche Nutzer lohnt sich die Anschaffung? In unserem ausführlichen Presonus AudioBox Test zeigen wir, wie gut sich das Interface im Homestudio macht.

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Redaktions-Testbericht. Das bedeutet, dass dieses Produkt nicht von einem anderen Nutzer getestet wurde, sondern direkt von unserer Redaktion genutzt wurde. Die Bilder in den Testberichten wurden zum Teil von uns selbst angefertigt. Alle Produkte auf Homerecording-Forum.de wurden tatsächlich von uns im Homerecording Studio unter realen Bedingungen getestet.

Die Soundqualität

Ein Audio Interface, das sich ausschließlich an Einsteiger richtet, kann doch keine gute Soundqualität aufweisen – oder? Falsch. Auch wenn die Soundqualität dieses Audio Interfaces nicht mit hochwertigeren Modellen mithalten kann, so ist sie für einfache Aufnahmen und unerfahrene Nutzer im Homestudio doch mehr als ausreichend. Die Sampling-Rate von 48 kHz behindert etwas das Anfertigen von wirklich hochwertigen Aufnahmen. Da die meisten Homestudios aber ohnehin Sequencer-Software nutzen, die maximal 48 kHz Abtastrate unterstützen, spielt dieser Punkt eher eine untergeordnete Rolle.

Die Mikrofon-Vorverstärker sind relativ gut abgestimmt, hier gibt es nicht wirklich Grund zu meckern. Im direkten Vergleich zum Focusrite Scarlett 2i2, dessen direkter Konkurrent die Presonus AudioBox sein möchte, verliert dieses Interface jedoch. Hier zeigt sich einfach der Unterschied im Preis, der sich jedoch nicht zwingend in der Praxis niederschlagen muss. Die Aufnahme von Instrumenten gelingt hervorragend und auch bei Sprachaufnahmen mit einem Rode NT1-A in unserem Presonus AudioBox Test waren wir positiv von der Soundqualität überrascht, die ein so günstiges USB Audio Interface bieten kann.

Grundsätzlich ist dieses Modell nur etwas für Einsteiger, die keine Ambitionen für qualitativ hochwertigere Aufnahmen haben. Wer sich intensiv mit dem Recording beschäftigen möchte, der sollte zu einem besseren Modell greifen. Für einfache Sprachaufnahmen oder Aufnahmen von Keyboards, Gitarren oder anderen Instrumenten zu Hause ist dieses Produkt jedoch mehr als ausreichend. Die Soundqualität kann nicht mit stärkeren Modellen mithalten, das muss sie bei diesem Preis jedoch auch gar nicht. Einsteiger und Anfänger machen mit diesem Audio Interface definitiv nichts falsch.

Die Ausstattung

In puncto Ausstattung ähnelt dieses USB Audio Interface den meisten anderen Produkten im Homerecording Bereich sehr. Wie auch die Haupt-Konkurrenten Steinberg UR22 und Focusrite Scarlett 2i2, bzw. Scarlett 2i4 bietet die Presonus AudioBox zwei Combo-Eingänge für XLR- und Klinkenanschlüsse. Eine Phantomspeisung von 48 V erlaubt den Betrieb von analogen Kondensatormikrofonen. Die Kopfhörer-Lautstärker, sowie der Main-Output werden über Drehregler an der Front des Interfaces geregelt. Auch der Gain – also die Eingangs-Laustärke – können für jeden Input selbständig geregelt werden. Ist das Interface eingeschaltet, leuchtet eine rote LED an der Vorderseite, auch die aktiven Eingänge werden mit LEDs angezeigt.

An der Rückseite des Audio Interfaces befindet sich der USB 2.0 Anschluss, mit dem das Gerät an den Aufnahme-PC angeschlossen wird. Eine MIDI Schnittstelle für den Betrieb von Keyboards, Controllern oder anderen Peripheriegeräten steht hier ebenfalls zur Verfügung. Der symmetrische Line-Ausgang und der Kopfhörer-Ausgang im 6,3 mm Format befinden sich ebenfalls auf der Rückseite. Dieses Modell wird, wie die meisten Geräte von Presonus, in China gefertigt. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Interface auch die Audio Workstation „Studio One 2 Artist“. Mit dieser Recording Software können Einsteiger erste Erfahrungen sammeln und direkt mit dem Aufnehmen im Homerecording Studio beginnen.

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Das Presonus AudioBox Audio Interface verfügt über eine Sampling-Rate / Abtastrate von maximal 48 kHz oder wahlweise 44,1 kHz. Damit ist die Sampling-Rate hier wesentlich geringer als bei den meisten anderen Homerecording Audio Interfaces – dennoch reicht diese Abtastrate vollkommen aus für die ersten Schritte im Homestudio. Wie bei den meisten Audio Interfaces liegt die Bandbreite des A/D-Wandlers bei 24 bit. Die Combo-Buchsen stammen vom Hersteller Neutrik aus Liechtenstein und gelten als sehr hochwertig. Die Mikrofon-Vorverstärker klingen gut abgestimmt, in unserem Presonus AudioBox Test konnten diese aber nicht mit der Konkurrenz von Focusrite oder Steinberg mithalten. Dennoch ist dieses Einsteiger Interface gut ausgestattet und ermöglicht Einsteigern einen einfachen und schnellen Start ins Homerecording.

Die Verarbeitung

Eine gute Verarbeitung ist bei Audio Interfaces (da diese ja kaum bewegt werden) für die meisten Nutzer nicht so wichtig, in der Praxis werden diese Geräte aber häufig mit auf Reisen oder mit ins mobile Recording-Studio genommen. Auch die Empfindlichkeit gegenüber Staub, Schmutz und Beschädigungen kann durch eine gute Verarbeitung maßgeblich gemindert werden. Die Verarbeitung bei diesem USB Audio Interface ist durchweg sehr gut. Das Gerät besteht aus Metall, Spaltmaße oder ähnliche Makel bei der Verarbeitung fallen überhaupt nicht auf. Das Gerät wurde in China produziert, dennoch gibt es hier kaum negative Aspekte bei der Verarbeitung.

In unserem Presonus AudioBox Test sorgte vor allem die Unempfindlichkeit gegenüber Staub und Schmutz für Begeisterung, die von der blau-schwarzen Lackierung des Geräts herrührt. Allerdings hat die Bedienung des Interfaces auch ein paar Nachteile, die indirekt aus der Verarbeitung resultieren: Die Drehregler an der Front des Modells sitzen so eng beieinander, dass diese mit etwas dickeren Fingern kaum richtig bedient werden können. Auch die Widerstände der Drehregler sind etwas lasch, sodass ein punktgenaues Justieren der Sound-Einstellungen nicht immer perfekt gelingt. Dennoch ist die Verarbeitung im großen und ganzen sehr gut und kann fast mit der Verarbeitung etwas teurer Modelle – wie beispielsweise dem Steinberg UR22 und dem Focusrite Scarlett 2i4 – mithalten.

Das Preis/Leistungs-Verhältnis

Die Presonus AudioBox ist eine der günstigsten Möglichkeiten für Einsteiger im Homerecording Bereich. Wer ein Interface mit zwei Combo-Eingängen und einer MIDI-Schnittstelle sucht, der wird aktuell bei keinem günstigeren Produkt fündig. Daneben ist die Soundqualität und die Ausstattung dieses Produkts durchweg gut bis sehr gut. Vor allem die Qualität der Inputs und die Ausstattung für diesen Preis sind sehr positiv. Zwar sind die Mikrofon-Vorverstärker nicht so gut abgestimmt wie bei Focusrite oder Steinberg – dennoch lassen sich mit diesem USB Audio Interface sehr gute Aufnahmen im Homestudio anfertigen. In unserem Presonus AudioBox Test fiel uns leider die Gestaltung und Bedienung der Drehregler an der Front des Geräts negativ auf – dennoch machen Einsteiger im Homestudio Bereich mit diesem Gerät nichts falsch.

Insbesondere der Preis bei diesem Modell ist absolut unterdurchschnittlich. Das führt dazu, dass viele Podcaster und YouTuber im Anfänger-Bereich direkt zu diesem Produkt greifen. Wer sich möglichst günstig ein Homerecording Studio einrichten möchte, der greift am besten zu einem USB Mikrofon. Wer aber auch Wert auf qualitativ hochwertigen Sound legt, der legt sich ein XLR Kondensatormikrofon in Verbindung mit diesem Audio Interface zu. So lassen sich sehr gute Aufnahmen im Homestudio bereits für weniger als 200 € anfertigen. Das Preis/Leistungs-Verhältnis bei diesem USB Audio Interface ist sehr gut, wir empfehlen die Presonus AudioBox vor allem für Einsteiger und Gelegenheitsnutzer im Recording-Bereich.

Kommentare

Yasmin Kellner 18. Juli 2017 um 11:36

Ich muss sagen, ich würde die Soundqualität schon besser bewerten, als in diesem Testbericht. OK, ich habe zwar keine wirklichen Vergleichsmaßstäbe oder Referenzen, aber die Aufnahmen werden echt top! Nutze das für meinen Beauty Kanal auf Youtube, habe dazu ein Großmembranmikrofon von Pronomic. Ich komme ganz gut damit klar und die Aufnahmen werden wirklich toll. Habe aus Versehen mal Wasser über das Interface geschüttet und das hat überhaupt nichts gemacht, es funktioniert nach wie vor perfekt. Wer sich also sonst noch den Kauf überlegt, kann ganz entpsannt zugreifen. Ich weis nicht ob andere Interface wikrlich so viel besser sind aber die Aufnahmen werden schon ziemlich gut und klingen wesentlich besser als die meisten anderen Youtube Videos, die in Homerecordingstudios aufgenommen werden.


Kralle 27. Juli 2017 um 21:22

Für mich eins der besten USB Audio Interfaces die es gibt. Klar, die Ausstattung ist jetzt nicht der Burner aber für mich reicht das auf jeden Fall. Und für den Preis bekommt man weder ein Steinberg UR12 noch ein Focusrite Scarlett Solo. Bin rundum zufrieden mit diesem Produkt und würde es auf jeden Fall auch wieder kaufen.


Jens P 28. Juli 2017 um 9:56

An und für sich vielleicht kein schlechtes Audio Interface aber mit der Soundqualität eines Focusrite kann das Produkt nicht mithalten. Liegt vermutlich an den Vorverstärkern für die Mikrofone – für mich geht das Audio Interface leider zurück. Dann lieber ein paar Euro mehr ausgeben und auf ein Focusrite Scarlett 2i2 oder ein Steinberg UR22 zurückgreifen.


Matthias 11. August 2017 um 11:27

Kein schlechtes Audio Interface, dennoch für den Preis absolut OK. Würde aber lieber ein paar Euro mehr in die Hand nehmen und ein USB 3.0 Audio Interface kaufen.


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79,00 €

Zuletzt aktualisiert am: 12. Dezember 2017 22:16